Protokoll Themenabend Schwimmbadschließung 28.10.2014

Veröffentlicht: Freitag, 28. November 2014

 

Diskussions- und Informationsrunde des Schulerhalters mit den Eltern, Elternvertretern und dem Elternverein der Volksschule De La Sall

 


Ca 25-30 Teilnehmer

Die vier Elternteile, die stellvertretend für die Eltern der Volksschule Fragen an den Schulerhalter für dieses Gespräch ausformuliert haben, sind nicht gekommen

Für den erkrankten Provinzialökonom, Herrn Walter Kröner, sprang dankenswerterweise Provinzial Bruder Johann Gassner ein

Gassner:

Standort Strebersdorf soll seine wirtschaftliche Eigenständigkeit bekommen. Der Orden hat keinen Nachwuchs, daher hat der Schulerhalter 2009 einen Schulverein DeLaSalle gegründet, wo 20 Ordensmitlieder , die juristische Kongregation und der Vorstand für die Schulführung verantwortlich zeichnen. Das Ziel: den Standort ohne Ordensmänner zu erhalten:  Als Beispiel dient der Standort Budapest, der ohne Ordensmänner geführt wird, d.h., dort trägt sich die Schulstruktur selbst. Dies ist auch für den Standort Strebersdorf angedacht. Derzeit wird versucht, verlustbringende Teile der Schule wegzubringen. Es handelt sich um das Schwimmbad mit angeschlossener Sporthalle und um das Marienheim. Das Internat wird bis zum 30.06.2014 betrieben. Danach soll das Marienheim aber nicht verkauft oder abgerissen werden, sondern als eine Art „betreutes Wohnen“ weiterbestehen. In der Sporthalle bleibt der Betrieb bis zum SS 2015 aufrecht, dann wird die Halle dem Bauträger übergeben: der genaue Ablauf ist aber erst nach den Verhandlungen fix.

Damals hatte die Kongregation der christlichen Schulen vom Stift Klosterneuburg die Gründe in Strebersdorf gekauft. Die Dirndlgründe wurden an die NB verkauft, sodass dann die Bösegründe gekauft werden konnten.

Die Schritte um den Kaufvertrag und den Abbruch des Gebäudekomplexes Schwimmbad und Sporthalle wird noch bekanntgegeben. Der Orden bemüht sich um größtmögliche Transparenz in Zukunft.

Durch den Verkauf der Gebäude soll der Schulstandort refinanziert werden. Es muss aber erst erarbeitet werden, wie viel Verantwortung die Kongregation dafür trägt.

Fragen von den Eltern:

  1. Wird es Nachteile für die Nachmittagsmodule geben?

    Gassner: Dazu könnte eventuell die Tennishalle umadaptiert werden, es besteht auch der Wunsch des Schulerhalters, dass in der Wohnhausanlage ein Lehrschwimmbad eingerichtet wird, Das der Bauträger bewirtschaftet.

  2. Gibt es einen fixen Käufer? Derzeit klingt alles vage.

    Gassner: Derzeit gibt es mehrere Interessenten.

  3. Wenn man gewusst hat, dass die Bank Austria nach 35 Jahren ihren Vertrag kündigt, warum hat der Schulerhalter so spät reagiert?

    Gassner: 2010 hat die Bank Austria ihren Vertrag gekündigt, da sie einen Neubau in Kaisermühlen errichtet hatten. Danach wurde eine intensive Suche nach Nachmietern gestartet, aber es wurden keine Interessenten gefunden.

  4. Wo werden die verpflichtenden Schwimmstunden ab 2015 stattfinden?

    Th. Reichl: die Schwimmstunden werden wahrscheinlich geblockt werden und im21. Bezirk oder im Berndl Bad in Korneuburg stattfinden.

  5. Warum hat man für die Betreibung des Schwimmbades nicht das Netzwerk der Eltern für Sponsoringaktivitäten nach dem Beispiel des Theresianums ausgenutzt?  

    Gassner: Das Theresianum hat einen ganz anderen finanziellen Ausgang und wird gefördert.

  6. Wie gewährleisten sie die Standortsicherung von Strebersdorf nach diesen Schließungen?

    Gassner: Der Schulerhalter hat zugunsten der Absicherung des Lebensabends der Schulbrüder mehrere Liegenschaften in Österreich verkauft, so in der Steiermark, in Bad Goisern, in Vorarlberg.

  7. Wurde die Stadt Wien bezüglich des Schwimmbaderhalts kontaktiert?

    Gassner: Ja, aber es gab keine Hilfe.

  8. Dass finanzielle Resourcen fehlen, sieht man an allen Ecken und Enden. Könnte das Gehalt der Erzieher eventuell von Staat übernommen werden, um diese frei werdenden Gelder zu lukrieren?

    Gassner: Nein.

  9. Warum muss man das Gästehaus schließen, auch dieses wäre eine finanzielle Ressource als Kongress- und Seminarhotel (2 Fragen gebündelt)

    Gassner: Nein, das wäre kein finanzieller Gewinn, der Standort ist entlegen und die Verkehrsanbindung ist schlecht, andere Schulen haben ein besseres Angebot und eine bessere Infrastruktur.

  10. Hat der Schulerhalter für Sponsoringaktivitäten dahingehend geschultes Personal?

    Gassner: Nein, wir haben keine Fundraisingexperten und keine Möglichkeiten dafür.

  11. Man könnte potente Eltern bzw. den Absolventenverein einbinden

  12. Ist die wirtschaftliche Kompetenz gegeben?

  13. Konzept Zeithorizont 2015-?

  14. Wird es eine Task Force zur Standortsicherung und Infrastruktur u.a. mit Experten aus dem Kreis der Eltern  geben?

    Gassner: Ja, und es werden Vertreter aus dem Elternverein und dem Absolventenverein dabei sein. Die Kommunikation  bezüglich einer Verständigung der Eltern war sehr schlecht, es gab auch keine schriftliche Ankündigung auf der Schulwebseite.

  15. Durch den Abriss würde doch auch der Sportstandort Strebersdorf sich verschlechtern. Es gibt schon jetzt keine Bewerbe mehr. In früheren Zeiten war Strebersdorf berühmt und in einigen Sportarten sehr erfolgreich.

    Gassner: Dies ist eine Sache des Lehrpersonals. Frau Direktorin Newald hat niemand aus dem Lehrkörper gefunden, der die Verantwortung für diesen Bereich trägt.

  16. Können die Sportflächen nicht vermietet werden?

  17. Wie werden sich die Personalkosten entwickeln? Wie werden diese finanziert? Warum wurde das Schulgeld erhöht? Nach dem Wegfall des Schwimmbads/Sporthalle und des Marienheims müsste doch eine leichtere Finanzierung möglich sein.

  18. Was für konkrete Pläne gibt es bezüglich der Finanzierung der Infrastruktur in der Volksschule?

    Gassner:  verweist auf Herrn Kröner. In den monatlichen Werkkonferenzen entschied man sich für den Standort Strebersdorf. Es gab aber noch keine Kommunikation über die genauen Taten.

  19. Es ist wesentlich, dass in der Task Force  die Schulleitungen (Direktoren/Heimleitungen) involviert werden.

  20. Was passiert mit dem Feriencampanbieter?

    Gassner: Herr Meindl wird weitermachen; es gibt auch eine zusätzliche Ferienbetreuung durch die Nachmittagsbetreuerinnen der Schule (2 Wochen im Juli, mit geringem Kostenaufwand).

  21. Warum werden Baumschneidungen, Umbauarbeiten oder Malerarbeiten so zeitlich unglücklich im Schuljahr gewählt, dass sie den Schulablauf stören?

    Gassner: Verspricht, nachzufragen und gegebenenfalls den Zeitablauf zu optimieren.

Diskussion über den Bebauungsplan………



Gassner: Eine Consultingfirma ist beauftragt, ein Standortkonzept zu erstellen. Im März/April 2015 sollte dies vorliegen und der bis dahin gegründeten Task Force in einem ½ tägigen Workshop vorzustellen.

Zuletzt wurde noch um die qualitative Verbesserung der/Investitionen in die Freizeitmodule diskutiert. Ebenso mit respektlosen Verfehlungen von Erzieherinnen den Kindern gegenüber. Hier sollte man mit der Direktion reden, die über der Heimleitung steht. Es wird gefragt, wozu die Mehrgelder durch die Schulgelderhöhung verwendet werden.


Statement der Eltern: die Kommunikation um die Schwimmbadschließung ist unglücklich verlaufen. Es  hing an der „Nichtkommunikation“. Es ist daher dringend notwendig, die Kommunikation zu verbessern. Es sollten auch die Pläne und Ziele der Schule bekanntgegeben werden. Es ist hier ein Produkt zu verkaufen!